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Languedoc-Roussillon

Feinsandige Strände, die Katharer, Canal du Midi und Kultur von Nîmes bis Carcassonne: Languedoc-Roussillon

Wie eine Sichel schmiegt sich die schöne Küste des Languedoc-Roussillon von der Rhône-Mündung bis zur spanischen Grenze um den Golfe du Lion. Insgesamt 214 km Strand erwarten den Besucher. Hier geizt die Natur nicht mit Reizen. Und auch mit Sonnentagen ist die Region fast das ganze Jahr hindurch gesegnet. Das reiche Kulturerbe ist legendär. Montpellier, Nîmes, Mende, Carcassonne und Perpignan sind die Hauptstädte der Départements der Region. Jede hat ihren eigenen Charakter, ihr eigenes Flair.

Vive la différence – es lebe der Unterschied von Languedoc und Roussillon, eine Region die erst vor dreißig Jahren als Verwaltungskonstrukt gebildet wurde. Innerhalb der natürlichen Grenzen Rhône-Tal und Garonne-Becken, Zentralmassiv, Pyrenäen und Mittelmeerküste bleibt die Region von wilder, zuweilen schwer zugänglicher Schönheit. Landschaften gibt es hier, unverbraucht und unverbaut soweit das Auge reicht. Abseits der Küste bleibt man selbst zur Hochsaison mit den Einheimischen weitgehend allein. Der träge Alltag der Provinz lockt keine großen Scharen, sondern Liebhaber.

Die Landschaft ist von einzigartiger Vielfalt: Da sind die Cevennen im Norden mit Höhen bis zu 1700 m, eindrucksvollen Schluchten und imposanten Höhlen. Den Übergang in die Ebene des Languedoc bilden die Garrigues, die mit Steineichen, Olivenbäumen, Wacholder und Ginster bewachsenen Kalkhügelketten. In der Ebene dann Weinbau soweit das Auge reicht. Oft sogar bis an den Strand der gut 200 km langen Sandküste. Ganz im Süden folgen dann wieder die Berge: die hügeligen Corbières, an deren Hängen mittlerweile bedeutender Weinbau betrieben wird, sie leiten zum alpinen Teil des Roussillon über. Der Heilige Berg der Katalanen, der Pic du Canigou (2.784 m) ist das Wahrzeichen der östlichen Pyrenäen. Zum landschaftlichen Reichtum kommt die Vielfalt der Kulturen. Spanisches Temperament im Roussillon, mediterrane Gelassenheit in den Häfen des Golfe du Lion, protestantische Strenge in den Cevennen. Es bleibt die Qual der Wahl!

Essen & Trinken

Weine im Languedoc-Roussillon
Die Region Languedoc-Roussillon ist das weltgrößte Anbaugebiet von Qualitätswein, in dem etwa 40% der französischen Weine erzeugt werden. Die Menge des produzierten Weins ist ebenfalls enorm: deutlich über 20 Mio. Hektoliter pro Jahr. Die Weine sind in vier Qualitätsstufen unterteilt die auf dem Flaschenetikett erscheinen: Appellation Contrôlée (A.C.) bzw. Appellation d’Origine Contrôlée (A.O.C.) sind Qualitätsweine mit kontrollierter Herkunftsbezeichnun. Vins Délimités de Qualité Supérieure (V.D.Q.S.) sind einfache Qualitätsweine, Vins de Pays sind Landweine und Vins de Table einfache Tafelweine. Hier einige Weine aus der Region, die das A.O.C.-Siegel tragen: Blanquette de Limoux, Clairette du Languedoc, Collioure, Corbières, Coteaux du Languedoc, Côtes du Roussillon, Faugères, Limoux, Minervois, Muscat de Frontignan, Rivesaltes und andere.
Rezept: gegrillter Ziegenkäse
Sie drücken ein paar Rosmarin-Nadeln in einen jungen Ziegenkäse aus den Cevennen, geben etwas Olivenöl darüber und stellen es auf geröstetem Baguette für zwei Minuten unter den Grill. Angerichtet auf etwas Löwenzahn- oder Feldsalat ergibt sich ein köstlicher Snack oder eine leichte Vorspeise. Wir empfehlen dazu einen fruchtigen Rotwein aus dem Corbières.

Reisetipp

Die romantischen Kanäle des Südens entdecken
Der berühmte Canal du Midi, Teilstück der Kanalverbindung zwischen Mittelmeer und Atlantik, gehört zu einer ganzen Kette von Kanälen, die den Südwesten Frankreichs durchziehen. Sie sind von März bis November schiffbar, ein Führerschein wird nicht verlangt. Der Canal du Midi, ein Bauwerk aus dem 17. Jahrhundert, wurde 1997 von der UNESCO zum Weltkulturdenkmal ernannt. Er entspringt am Etang de Thau. Von hier aus nimmt er seinen Weg durch die Region Languedoc-Roussillon bis er kurz nach Castelnaudary die Nachbarregion Midi-Pyrenäen erreicht und weiter nach Toulouse führt. Von dort erreicht man über den Seitenkanal der Garonne den Atlantik. Weitere schiffbare Kanäle der Region sind der Rhône-Sète-Kanal und der Canal de la Robine, der Narbonne mit der Küste verbindet.

 

Wissenswertes

Meisterwerk aus Stein
Als römischer Aquädukt hat der Pont du Gard zu Beginn unserer Zeitrechnung das römische Nemausus, heute Nîmes, mit Wasser aus den Cevennen versorgt. Dabei mussten die römischen Baumeister Ungeheuerliches leisten: Die Quellen lagen 76 Meter hoch, das Verteilerbecken in der Stadt 59 Meter. Die zwischenliegende Strecke betrug rund 50 Kilometer, was einem Gefälle von nur drei Prozent entsprach. Mehr als 20.000 Kubikmeter flossen täglich in die Stadt. Für den Besucher der heutigen Zeit wurde das gesamte Gelände neu erschlossen, ein Besucherzentrum ist nunmehr vorhanden und allabendlich im Sommer erstrahlt der Pont in einer Lichtinstallation.

Reisetipp

Burgen und Abteien im Land der Katharer
Entdecken Sie uraltes Kulturgut – aus der Zeit der Römer an der Via Domitia und in den Hochburgen der Katharer. Lassen Sie sich faszinieren von der Vielfalt des Languedoc-Roussillon. Besichtigen Sie die Katharer-Festungen Peyrepertuse und Queribus. Ebenso spannend ist eine Fahrt mit dem Panoramazug Train du Pays Cathare. Als Höhepunkt der Reise tauchen Sie ein ins Mittelalter, denn in Carcassonne erwartet Sie die größte Festung Europas.

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