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Midi-Pyrénées

Toulouse & Albi, Lourdes & Rocamadour, Jakobswege & Musketiere – Kulturland Midi-Pyrenäen

Zwischen der Auvergne und den verschneiten Gipfeln der Pyrenäen liegt eine Region, in der Kunst und Natur eine äußerst gelungene Verbindung eingehen: die Midi-Pyrenäen mit überwältigenden Naturlandschaften und einem reichen kultur-historischen Erbe. Je mehr wir uns den Pyrenäen nähern, desto mehr zieht uns die Natur in ihren Bann: geheimnisvolle Grotten und schwindelerregende Höhen. Doch auch einer der bekanntesten Wallfahrtsorte der Erde liegt in dieser Region: der Marienwallfahrtsort Lourdes.

Das Konstrukt dieser Region konnte nur von Bürokraten im fernen Paris geschaffen werden, denn zu groß ist die Vielfalt von Midi und Pyrenäen. Der Midi, das sind die beeindruckendsten Regionen des Zentralmassivs: die karstigen Hochplateaus im Aveyron, die malerischen Flusstäler von Lot und Dordogne, die reißende Schlucht des Tarn und die historische Gascogne, die Heimat des Musketiers d’Artagnan. Mit den Pyrenäen sind die echten Pyrenäen gemeint, das unerschlossene Grenzgebiet zu Spanien, das im 3.404 m hohen Pic d’Aneto gipfelt. Hier spricht man nicht von den östlichen Pyrenäen im einstigen Katalonien und nicht von den westlichen im Baskenland.

So vielfältig die Landschaft auch ist, in einem eint sie sich jedem Besucher: die landschaftlichen Höhepunkte liegen dutzendweise auf dem Reiseweg in Midi und Pyrenäen. Dazu malerische Dörfer und Städte, einzigartig in ihrer Lage: Rocamadour, das hängende Dorf und Pilgerort am Jakobusweg; Laguiole, die Stadt der berühmten Messer; Albi mit seiner Backsteinarchitektur, Heimat des großen Malers Toulouse-Lautrec; Gavarnie, das südliche Ende Frankreichs, umringt vom Cirque du Gavarnie, jenem kreisrunden Talschluss im Herzen der Pyrenäen. Und dann die Hauptstadt der Region: Toulouse, am Ufer des Canal du Midi gelegen. Eine unbekannte Schönheit die darauf wartet entdeckt und erobert zu werden. Die somit wiederum Sinnbild für die ganze Region Midi-Pyrenäen ist.

Essen & Trinken

Der König der Käse
Eine Million Schafe bevölkern das südliche Zentralmassiv der Grandes Causses, lassen sich die aromatischen Kräuter einer hartnäckigen Flora schmecken, versorgen die Menschen mit Fleisch, Wolle und Milch. Ein flinker Hirte war es angeblich, der bereits zur Zeit der Gallier den besonderen Geschmack des Schimmelpilzkäses entdeckte. In Roquefort, dem gleichnamigen Dorf kann man noch heute die seit alters her überlieferte Herstellung erleben und die weitläufigen Felshöhlen besuchen, in denen der Roquefort, der König der Käse, in drei Monaten reift. Mehr als 20.000 Tonnen werden hier jährlich produziert!
Cassoulet
Bohnenkerne über Nacht einweichen, dann in kaltes, ungesalzenes Wasser geben, aufkochen u abschäumen. Eine kleingeschnittene Karotte, eine gehackte Zwiebel u Knoblauchzehe in etwas Gänsefett andünsten, zusammen mit einem "Bouquet garni" (aus Petersilie-, Thymian-, Bohnenkraut- u Lorbeerzweig) zu den Bohnen geben u 1/2 Std sanft köcheln lassen. Dann das Bouquet garni entfernen. Zwei eingelegte Gänsekeulen zusammen mit 600 g Lammrippenstück u 350 g frischer Toulouser Wurst (grober Schweinswurst) andünsten. Zu den Bohnen geben u mitkochen. Wenn die Bohnenkerne zu zerfallen beginnen, den Topf vom Feuer nehmen u alles in einen Tontopf schütten. Bei sanfter Hitze 1 Std. im Ofen garen. Abkühlen lassen. Nach einigen Stunden od am folgenden Tag die feste Schicht, die sich auf der Oberfläche bildet, zerteilen, gut untermischen, etwas Wasser beifügen u langsam aufwärmen.

Reisetipp

„Toulouse, die Metropole in rosé“
Erleben Sie vier Tage in der Hauptstadt der Midi-Pyrenäen, der „Ville Rose“ am Ufer des Canal du Midi. Ein Spezialitäten-Abendessen „Cassoulet“ gehört zu dieser Reise ebenso wie ein Besuch der Markthalle, mit dem üppigsten Angebot Frankreichs. Hier finden sich Spezialitäten für ein reichhaltiges Picknick. Höhepunkt der Reise ist eine Dîner-Schiffahrt auf dem Canal du Midi.

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Wissenswertes

Ein "Kollosseum" der Natur – die Pyrenäen
"Berge in der Sonne" sagen die Spanier, "ein Hauch von Abenteuer" die Franzosen. Beide meinen dasselbe: die Pyrenäen – die Mauer, aber auch die Brücke zwischen ihren Ländern. Ein mächtiges, furioses Gebirge, vom Atlantik bis zum Mittelmeer, 3.400 Meter hoch. Kurz vor der spanischen Grenze erwartet einen bei Gavarnie ein Raumerlebnis, das in ähnlicher Art und Weise in der Natur nur äußerst selten vorkommt. Eine Gebirgslandschaft stellt alles in den Schatten: der "Cirque de Gavarnie". 1.500 Meter hohe Felswände in der Gestalt eines gigantischen natürlichen Amphitheaters, von der UNESCO 1967 zum Weltkulturerbe erklärt. Bei einem Besuch sollte man nicht darauf verzichten, in den Kessel hinein zu wandern und sich in dessen Mitte einen Moment Ruhe zu gönnen, in dem man die überwältigende Atmosphäre genießen kann.

Reisetipp

„Weltkulturerbe in Frankreichs Süden“
Sie sind unterwegs auf den Spuren der UNESCO-Weltkulturerbestätten in Frankreichs Midi, jenem Landstrich zwischen Atlantik und Südalpen, dessen einstige Sprache das Okzitanisch war, die "Langue d'oc". Sie verlieh der Gegend den Namen "Okzitanien". Eine weithin hügelige Region, in der Weinbau genauso zu Hause ist wie der Olivenbaum. Wir nehmen Sie mit auf eine Reise zu Weltkulturerbestätten, in urige Restaurants, in Käsekeller und zur Wermut- Manufaktur sowie zu Zeitzeugen der Katharer und Bauwerken heutiger Ingenieurkunst.

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