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Riviera - Côte d'Azur

Cannes, Nizza, Saint-Tropez und Monte Carlo – wo Jetset auf Livestyle trifft: die Côte d’Azur

In der Abendsonne nähert man sich von Westen kommend der Côte d’Azur. Mit unglaublicher Kraft leuchten die roten Porphyr-Felsen entlang der Uferstraße Corniche d’Esterel. Das Mittelmeer hält azurblau dagegen. Noch eine Biegung und im Halbrund liegt das noble Cannes, dessen Boulevard de la Croisette die Stadt weltberühmt gemacht hat. Hier ist Treffpunkt der Reichen und Schönen, der Blaublütigen und der Hollywood-Stars. Ein Drink in der Bar des Carlton, ein kleiner Snack am Privatstrand des Martinez – man ist unter sich und genießt. So auch in Saint-Tropez und Monte Carlo.

Der wahre Reichtum der Côte ist das faszinierende Hinterland, geprägt von den Seealpen, die ihre Ausläufer bis ins Mittelmeer schieben. Malerische Dörfer wie Biot, Saint Paul und Vence haben ihr mittelalterliches Gepräge erhalten. Hier trifft man noch die boulespielenden und pastistrinkenden Originale auf den Dorfplätzen, die lautstark mit dem "Akzent des Südens" Tagesaktuelles kommentieren. Und in den Schluchten des Loup finden sich urige Restaurants, die dem Trubel der Küste nichts abgewinnen können. Eine Spurensuche entlang der Côte d’Azur führt zu prächtigen Gärten, zu den Blumenfeldern und Parfumfabriken von Grasse, zum Adlerhorst Gourdon, zu der Olivenölmühle von Opio und immer auch mitten in den Grand Canyon du Verdon, die imposanteste Schlucht Frankreichs.

Essen & Trinken

Menton und die Zitrusfrüchte
Menton, ein beschauliches Städtchen nahe der italienischen Grenze. Ringsum liegen Zitronen- und Orangenhaine, von der Sonne verwöhnt. Doch einmal im Jahr ist es mit der Ruhe vorbei: Wenn die Zitrone zur Königin der Stadt erkoren wird – bei der Fête du Citron, dem Zitronenfest zur Karnevalszeit. Von Jahr zu Jahr wird der Andrang immer größer: Das Zitronenfest hat mittlerweile mehr Zulauf als das Formel 1-Rennen im benachbarten Monaco. Für die Umzugswagen werden jährlich tonnenweise Zitronen und Orangen verarbeitet. Angefangen hat es mit dem Karneval im Jahre 1896. Geschäftstüchtige Hoteliers wollten damals die tote Zeit im Winter beleben. Erst seit den 30er Jahren steht das närrische Treiben ganz im Zeichen der Zitrone.
Rezept: Pissaladière – Typisch Nizza
Zunächst bereiten wir einen klassischen Hefeteig zu, arbeiten 5 EL Olivenöl ein u lassen ihn eine Stunde ruhen. In der Zwischenzeit entsalzen wir 12 Sardellen u dünsten mit aufgelegtem Deckel 1 kg fein geschnittene Zwiebeln mit 5 EL Olivenöl, wenig Salz, etwas Pfeffer, Thymian, Lorbeerblatt u 3 gepressten Knoblauchzehen. Gegen Schluss fügen wir einen Esslöffel Püree von eingelegten Kapern zu. 3/4 des Teiges rollen wir aus, mit dem restlichen Teig erstellen wir einen schönen Rand. Die Zwiebelmasse wird darauf verteilt, dazu die etwas flach gerollten Sardellen u gut 20 schwarze Oliven. Der Teigrand wird eingeölt u die ganze Pissaladière dann 20 min. bei 240°C gebacken. Dazu passt ein fruchtiger Roséwein von der Côte d’Azur. Bon Appétit!

Reisetipp

Events, die Sie nicht verpassen sollten!
Neben dem Zitronenfest in Menton sollten Sie sich das internationale Zirkusfestival in Monte Carlo nicht entgehen lassen. Artisten, Dompteure und Clowns aus aller Welt verzaubern ihre Zuschauer bei einem rauschenden Zirkusfest. Farbenprächtig geht es auch beim Karneval in Nizza zu. Feiern Sie mit, wenn der bunt geschmückte Tross im Februar durch die Straßen Nizzas zieht.

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Wissenswertes

Einfach immer der Nase nach
Von sanften Hügeln umgeben zieht Grasse seit jeher die Besucher an. Ein Hauch von Vanille und Jasmin liegt in der Luft. Grasse, die Hauptstadt des Parfums, macht ihrem Namen alle Ehre. 15 Kilometer Luftlinie von der Côte d’Azur entfernt besticht sie zusätzlich durch ihre einmalige Lage und das außergewöhnlich milde Klima. Die klassische Parfumherstellung hat in Grasse jahrhundertealte Tradition. Dort, wo die Unterkünfte Hotel les Aromes oder L’Auberge Fleurie heißen und Straßen Avenue des Eucalyptus, da sind die Geschichten und die Geschichte des Parfüms nicht weit. Eigentlich hatte alles mit der Herstellung von Leder begonnen. Um dessen Geruch zu überdecken, parfümierte man Lederhandschuhe im 18. Jahrhundert kurzerhand mit Moschus oder Rosenwasser. Diese Modeerscheinung tat nicht nur ihre Wirkung, sondern symbolisiert gleichzeitig den Umschwung von der Leder- zur Parfümproduktion in Grasse. Denn hohe Steuern auf Leder waren verantwortlich für den Niedergang der gesamten Gerberei-Industrie. Und übrig blieb eine junge, aufstrebende Parfümindustrie, die Grasse seitdem mit ihrem Duft umhüllt.