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7 Tage – Die Hugenotten – Anfänge der Reformation in Frankreich

Im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts waren die Hugenotten Teil einer der größten religiösen Migrationsbewegungen der Frühen Neuzeit. Hintergrund der Flucht war die Aufhebung des Edikts von Nantes, das Heinrich IV. 1598 zum Zwecke der Befriedung von Protestanten und Katholiken erlassen hat. Kernstück des Edikts war die Gewährung der Glaubensfreiheit für die Protestanten, eine begrenzte Erlaubnis zur Ausübung des protestantischen Kultus und deren Gleichberechtigung mit den Katholiken im gesellschaftlichen Leben. Auf dieser Reise erfahren Sie viel über das Leben und Wirken der Hugenotten und tauchen gleichzeitig ein in eine äußerst reizvolle, teils wilde, teils sehr liebliche Landschaft.

Die Anreise führt Sie zunächst in die Nähe des Genfer Sees, wo Sie die erste Nacht verbringen. Am nächsten Tag geht es weiter nach Vivarais, eine der historischen Provinzen Frankreichs. Hier besichtigen Sie das Museum des Protestantismus in Pranles. Marie Durand, die Schwester des Pastors Pierre Durand, war im XVIII. Jh. eine „Hugenotten-Märtyrerin“. 38 Jahre lang war sie in der mittelalterlichen Stadt Aigues-Mortes eingeschlossen und starb, nachdem sie endlich frei war, in ihrem Dorf „Bouschet de Pranles“, im Herzen der Ardèche. Ihr Geburtshaus ist zum Museum des protestantischen Vivarais geworden. Weiter führt Sie die Fahrt nach Nîmes, wo Sie Ihr Standorthotel für die nächsten Tage beziehen.

Den nächsten Tag verbringen Sie im Hinterland in Richtung Cevennen. Sie besichtigen die Höhlen von Trabuc, die den Kamisarden der Reformation als Unterschlupf und Pulvermühle dienten. Unweit davon ist die Bambouseraie von Anduze, ein riesiger tropischer Garten mit Wäldern aller Bambusarten, Palmen, Mammutbäumen, Kakteen usw. In Mialet besichtigen Sie das Museum du Désert. Der Name bedeutet Zeit des Versteckens, der Flucht und der höchsten Bedrängnis für die Hugenotten. Das Museum widmet sich deshalb ganz besonders diesem Leben – besser gesagt des Überlebenskampfes. Weiter führt Sie die Reise zur Gedenkstätte L’Hospitalet. Rückfahrt nach Nîmes.

Nach dem Frühstück fahren Sie nach Aigues-Mortes. Dieser Ort ist ein Muss auf den Spuren der Hugenotten. Hier, im Tour de Constance, war die durch die Literatur bekannt gewordene Marie Durand mit vielen anderen Frauen 38 Jahre lang gefangen gehalten worden. Auf der Rückfahrt nach Nîmes machen Sie Halt in Saint-Gilles und besuchen dort die zum UNESCO Weltkulturerbe gehörende Abteikirche Saint-Gilles. Zurück in Nîmes besichtigen Sie die imposante Arena, das Maison Carrée und bummeln durch den Garten von la Fontaine.

Die Tour führt Sie in die südlichen Cevennen, zum idyllisch gelegenen Tempel von Thoiras, einer kleinen romanischen Kirche aus dem XI. und XII. Jh., die Sie auf einem schönen Fußweg (ca. 1 km) erreichen. Die Umgebung von Thoiras wurde von den Hugenotten oft als Versteck genutzt, vor allem wegen der unzähligen Höhlen in der Umgebung. Weiter führt Sie die Fahrt über den Col de Puech nach Durfort. Der Tempel von Durfort wurde im 16. Jh. aufgrund der vielen Protestanten erweitert, jedoch nach dem Widerruf des Edikts von Nantes 1685 zerstört
und im Jahre 1821 wieder aufgebaut. Anschließend besichtigen Sie eine der schönsten Höhlen der Umgebung, die Grotte des Demoiselles mit ihrer bizarren Felsenwelt.

Der nächste Tag führt Sie ebenfalls zu einem sehr wichtigen Zufluchtsort der Hugenotten, nach Poët-Laval, das zu den schönsten Dörfern Frankreichs zählt. Der Hügel, auf dem das Dorf liegt, ist ebenfalls ein wichtiger Teil der Geschichte der Hugenotten. Sie besuchen das Museum des Protestantismus. Weiter führt Sie die Fahrt über Dieulefit und Bourdeaux, beides Dörfer, die sehr mit der Geschichte der Hugenotten verbunden sind, nach Grenoble, wo Sie zum Abschluss Ihrer Reise noch einmal auf den Spuren der Hugenotten wandeln. Diese Reise, die mit viel Geschichte und Natur sowie bleibenden Eindrücken verbunden ist, geht zu Ende und Sie treten Ihre Heimreise an.

 

Unser Angebot:

  • 6x Übernachtung/Frühstücksbuffet in 3- oder 4-Sterne Hotels (1x im Raum Genf, 4x in Nîmes, 1x in Grenoble).
  • 6x 3-Gang-Abendessen im Hotel.
  • 4x ganztägige Reiseleitung (vom 3. bis 6. Tag).
  • Geführte Besichtigung des Museum des Protestantismus in Pranles, der Höhlen von Trabuc, des Museum du Désert und der Grotte des Demoiselles, inkl. Eintritte.
  • Eintritte Bambouseraie von Anduze inkl. Audioguide, Tour de Constance, Abteikirche von Saint-Gilles, Arena von Nîmes inkl. Audioguide, Maison Carrée, Gärten von la Fontaine, Tempel von Thoiras, Tempel von Durfort, Museum des Protestantismus in Poët-Laval.
  • Kompensationsbeitrag für die 100% klimaneutrale Gruppenreise.